RSV IM HEIMSPIEL MIT AUFTAKTSIEG

Im ersten Punktspiel nach der langen Corona-Pause konnte der RSV gleich einen Dreier für sich verbuchen und besiegte den Gast aus Wiesbaden mit 1:0.
Der RSV startete wie die Feuerwehr in den ersten Minuten, aber noch ohne eine wirklich zwingende Aktion vor dem gegnerischen Gehäuse. So hatte der Gast in der Folge sogar die erste Chance, als Ersen Albyrak in der 11. Minute an Jens Rock mit einem Flatterball scheiterte. In der 28. Minute war Jermaine Pedraza für Würges mittig frei nach toller Rechtsflanke von Moard El Wardi, er verzog aber beim Torabschluss. Fünf Minuten später klingelte es dann mit dem Treffer des Tages im Tor der Landeshauptstädter: Tobias Uran musste nur noch eindrücken, nachdem wiederum über die linke Wiesbadener Abwehrseite nach einem schnell vorgetragenen Spielzug Gordon Haeder den Tormann der Gäste hat aussteigen lassen.

Im 2. Abschnitt kam der Gast durchaus druckvoller aus der Kabine, scheiterte aber immer wieder an der stabilen Defensive des RSV. In der 51. Minute hatte Jermaine Pedraza das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte dann aber an einem Ableger, welcher verwertbar gewesen wäre. Derselbe Akteur wurde in der 78. Minute elfmeterreif durch den Wiesbadener Durim Rashica gefoult. Der Strafstoßpfiff blieb aber leider aus. In der 89. Minute brachten Pedraza und El Wardi einen weiteren Konter nicht zu Ende.

Wiesbaden war in der 2. Halbzeit durchaus am Ausgleich dran, scheiterte aber entweder an Jens Rock oder dem eigenem Unvermögen. Die beste Gelegenheit für Alim Göcek in der 64. Min per Strafstoß.: Rock parierte den scharf und flach ins linke Eck geschossenen Ball hervorragend. Allerdings hatte der heimische Torwart auch unnötigerweise zuvor den Elfmeter beim Herauslaufen verursacht, als er einen ohnehin schon zu weit Richtung Torauslinie abgedrängten Spieler regelwidrig zu Fall brachte. In der 50. Minute setzte Wiesbaden einen Kopfball knapp über den Kasten. Ansonsten Jens Rock, wie man ihn schätzt: In der 54. Minute scheiterte Egzon Sula für Wiesbaden von rechts kommend am Würgeser Keeper, in der 63. parierte er einen Distanzschuss; in der 81. Minute hervorragend mit Fußreflex nach einem "Ping-Pong-Ball".

Zum Ende der Partie schwächte sich der Gast durch zwei Platzverweise dann noch selbst. Würges konnte mit aufopferungsvoller Leidenschaft, allerdings auch nicht konsequent verwerteten Gegenstößen, den Sieg über die Zeit bringen. Der Gastgeber mit toller Moral und Kampfgeist mit einem durchaus überraschenden Sieg nach den letzten sehr mauen Testspielen. Sicher war es eine schwierige Standortbestimmung für beide Teams beim ersten Pflichtspiel nach so langer Zeit.

RSV Würges: Rock – Kiritschuk, Haeder, Hecht, Jean Pierre Chaparro – El Wardi (90. Becker), Uran, Kazerooni, Din, Pedraza – Nukovic.

SV Wiesbaden: Nietsch – Gürtler, Rashica (79. Bozbiyik), Göcek, Albayrak, Reichel, Sula, Ruiz Gonzalez (87. Krüger), Smith, Cruz dos Santos (67. Poursanidis), Afghanyar.

Tor: 1:0 Tobis Uran (33. Min.)

Bes. Vorkommnisse:
Jens Rock pariert Foulelfmeter von Alim Göcek (64. Min.)
Gelb-Rot: Egzon Sula (SV Wiessaben, 89. Min.)
Rot: Alim Göcek (SV Wiesbaden, Meckern, 90. Min.+2)

Schiedsrichter: Benedict Burghard (SC Opel Rüsselsheim)

Zuschauer: 130

Bericht: Ingo Rum